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Winterroadtrip im Camper: Von Metz bis Annecy
February 12, 2026 | by Natalie Krautkrämer
Weihnachtsmarkttour durch Frankreich
Über Weihnachten durfte ich zehn Tage mit einem Campervan von WebCamper eine Weihnachtsmarkt Tour durch Frankreich machen. Während ich nach Luxemburg fahre, denke ich schon darüber nach, wie es sich wohl anfühlen wird, mit einem neuen Camper unterwegs zu sein und darüber, wohin es mich mit ihm verschlagen wird.
Meine Idee: in 10 Tagen einmal quer durch Frankreich und die Weihnachtsmärkte von Norden nach Süden erkunden. Aber ob ich das alles wohl schaffen werde? Ich bin so gespannt. Ihr auch? Dann kommt doch gern mit auf die Reise. Hier erzähle ich euch von meinen Stationen, welche Weihnachtsmärkte ich besucht habe, was ich sonst so auf der Tour gesehen habe und stelle euch meinen Mietcamper vor.
Die Übergabe:
Ich freue mich riesig auf die Reise. Wie verabredet komme ich am Standort in Canach an und bin gleich mitten im Weihnachtstrubel. Es herrscht eine nette Stimmung.
Nach dem Erledigen des Papierkrams im Büro kommt ein Mitarbeiter, um mit mir die Übergabe des Fahrzeugs zu machen. Wir gehen in die Halle und da steht er. Der kleine Ford Tourneo, von Bürstner zu einem Campervan ausgebaut und mit schon offenem Aufstelldach. Er sieht nagelneu aus. Wow. Der Mitarbeiter nimmt sich viel Zeit, erklärt mir jedes Detail am Fahrzeug und versichert sich auch regelmäßig, ob ich weitere Fragen habe. Die Übergabe ist freundlich, umsichtig, gut erklärt und sehr aufmerksam. Im Camper gibt es eine Kiste mit Fahrzeugzubehör und eine weitere mit Campingzubehör. Es ist alles vorhanden, was man so brauchen könnte. Von Zubehör fürs Fahrzeug, wie Auffahrkeile, Stromkabel und Wasserschlauch, bis hin zum Campingequipment wie Stühle, Kochutensilien, Besteck und Geschirr, gibt es alles. Selbst Spülmittel und Schwämmchen sind dabei. Es gibt auch einen zweiten Tisch und zwei Stühle. Weil der Platz in dem Camper aber durchaus begrenzt ist, darf ich diese auf Nachfrage dort lassen und meinen eigenen Campingstuhl mitnehmen. Der kleine Camper ist ohnehin schnell voll.
Der Camper:
Nach der Übergabe packe ich den Camper erst einmal ein und um. Ich achte darauf, für alles einen Ort im Camper zu finden und packe auch die beiden Kisten aus und verstaue alles sicher in den Schränken und unter der Rücksitzbank. Alles Übrige bleibt in meinem Auto, das bis zu meiner Rückkehr einen Parkplatz auf dem Hof gefunden hat. Nachdem der Kleine erst einmal eingeräumt ist, fühlt er sich doch geräumiger an als zunächst gedacht. Ganz besonders das Aufstelldach trägt zu diesem Eindruck bei. Ist es aufgestellt, kann ich mich frei und aufrecht im Camper bewegen. Der zusätzliche Raum und die Stehhöhe machen den kleinen Camper sehr komfortabel.
Die Übernachtung im Zelt oben im Aufstelldach mag ich tatsächlich sehr. Da ich mitten im Winter unterwegs bin, werde ich aber doch froh sein, dass die Rücksitzbank ebenfalls als Bett unten genutzt werden kann. Gerade in den sehr kalten Nächten, die kommen werden, finde ich es sehr angenehm, dass die Standheizung das Fahrzeug bei geschlossenem Dach auch bei Minusgraden in wenigen Minuten angenehm warm werden lässt. Am Vormittag, wenn es wärmer wird, genieße ich den zusätzlichen Luftraum, den das Aufstelldach bietet.
Hinter der Sitzgruppe befindet sich bei diesem Camper eine Küchenzeile und ein kleines Bad sowie Stauraum. Die vollwertige Toilette fand ich sehr bequem und auch das zusätzliche Waschbecken, das ich über dem WC herunterklappen kann, funktioniert einwandfrei. Es gibt sogar eine mobile Duschwanne in diesem Camper. Auf meiner Tour finde ich leider keine Gelegenheit, diese Dusche auszuprobieren, das hätte mich schon sehr interessiert.
Der erste Eindruck:
Ich bin so aufgeregt, in meine Winterreise starten zu können. Der kleine Ford fühlt sich angenehm vertraut und doch sehr spacig an. Ganz besonders fällt mir auf, wie unheimlich bequem die Sitze sind. Die Übersicht beim Fahren ist wie gewohnt gut. Ich liebe einfach die Spiegel am Ford. Dass er eine Automatikschaltung hat, ist für mich immer wieder kurz gewöhnungsbedürftig, dann aber sehr angenehm. Auch in der Stadt macht er eine gute Figur. Er ist klein, wendig und passt auf jeden PKW Parkplatz. Ein echter Vorteil für eine Städtetour. Und damit bin ich plötzlich auch schon mittendrin im Geschehen.
Meine Tour als Übersicht:
- Metz
- Nancy
- Besançon
- Dijon
- Montélimar
- Annecy
Metz
Ich starte meine Weihnachtsmarkt Tour in Metz. Zum einen, weil diese Stadt nicht weit von Luxemburg entfernt ist, aber auch, weil ich Metz zur Weihnachtszeit einfach liebe. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich schon hier war, aber es ist einfach ein Ort, den ich immer wieder gern besuche.
Ich erreiche die Stadt mitten im Abendverkehr und merke, dass das leider nicht die beste Idee war. Bis ich den Parkplatz gefunden habe und es losgehen kann, ist es leider schon recht spät. Glücklicherweise haben die meisten Weihnachtsmärkte bis 21 Uhr, manche sogar bis 22 Uhr geöffnet. Dass ich mich bereits recht gut auskenne, erleichtert mir die Orientierung.
Der Weihnachtsmarkt verteilt sich in Metz über mehrere Orte in der Stadt. Während ich von Ort zu Ort spaziere, kann ich gleichzeitig ganz fabelhaft die Stadt erkunden. Wie in den Jahren zuvor begeistert mich der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr.
Geparkt habe ich mit dem Camper diesmal auf dem Parkplatz neben dem Wohnmobilstellplatz, nördlich des Square du Luxembourg. Deshalb führt mich mein Weg zunächst zum Place de la Comédie. Hier gibt es einen Weihnachtsmarkt, der aus verschiedenen Hütten mit Speisen und Getränken besteht. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt Musik und hier ist richtig was los. Gut, dass ich hier am Ende ohnehin noch einmal vorbeikomme.
Am Place d'Armes befindet sich die Kathedrale von Metz. Sie ist auch ohne Weihnachtsmarkt ein Highlight der Stadt, aber zum Weihnachtsmarkt wird hier das große Riesenrad aufgebaut und gibt diesem Platz seine eigene Stimmung.
Von hier aus bietet es sich an, über den Place Saint Jacques und den Place Saint Louis eine Runde durch die Stadt zu spazieren und schließlich den Weihnachtsmarkt auf dem weitläufigen Place de la République mit seinem großen Tannenbaum zu besuchen.
Ganz in der Nähe befindet sich der Parc Boufflers. Hier gibt es zur Weihnachtszeit einen Laternenpfad im Park mit aufwendig gestalteten Laternen, die in eine andere Welt entführen. Die Öffnungszeiten sind von 17:00 bis 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Wochenende ist hier recht viel los und so durfte ich eine Weile Schlange stehen. Ich finde, das hat sich aber sehr gelohnt.
Ich fand es großartig, mit den weihnachtlichen Figuren in eine Eiswelt abzutauchen, um dann durch bunte Häuser aus Lebkuchen in das Land der Elfen zu spazieren. Ich kam an ihren Häusern, ihrer Wäscheleine und den Geschenkvorbereitungen vorbei, bis sich die vielen verpackten Geschenke am Schlitten des Weihnachtsmannes stapelten. Gleich gegenüber befand sich auch die Bahnstation am Nordpol und verabschiedet wurde ich schließlich von Elfen, die sich auch mal wieder ausruhen durften.
Nancy:
Am nächsten Morgen geht es für mich zügig weiter nach Nancy. Ebenso wie Metz ist Nancy eine Stadt, die ich bereits mehrfach besucht habe und ich freue mich sehr darauf, wieder hinzufahren.
Ich parke den Camper am Rand der Innenstadt und laufe durch den Parc de la Pépinière zum Place de la Carrière. Hier befindet sich der erste Teil des Weihnachtsmarktes.
In diesem Jahr gibt es hier einen sehr hübsch gestalteten kleinen Markt mit verschiedenen Köstlichkeiten. Direkt dahinter befindet sich die große Eislaufbahn, die reichlich trubelig ist und den Blick zum großen Riesenrad schweifen lässt.
Durch den Arc Héré betrete ich nun den Place Stanislas, auf dem sich alljährlich der große Tannenbaum befindet. In diesem Jahr ist er 18 Meter hoch und wiegt rund 3,6 Tonnen. Die Gestaltung des Tannenbaums und auch des Platzes ist jedes Jahr anders. Dieses Mal ist die Inspiration für die Gestaltung der Art Déco Stil, der 2025 sein Jubiläum feiert.
In Nancy gibt es viele Feierlichkeiten rund um den Heiligen Nikolaus. Die Parade konnte ich bislang leider noch nie sehen, dafür kann ich mir dieses Jahr aber die Videoprojektion auf dem Rathaus anschauen, in der seine Geschichte in Videospielgrafik animiert wurde.
Stellplatz Tipp: Wohnmobilstellplatz Saulx:
Von Nancy geht es für mich weiter Richtung Süden. Mir wurde dieser Stellplatz wärmstens empfohlen und so beschließe ich, hier eine Nacht zu verbringen.
Ich erreiche den Platz recht spät am Abend, finde aber mit dem kleinen Camper direkt einen Parkplatz an der Hecke. Es ist warm genug, um heute das Aufstelldach offen zu lassen und oben zu schlafen. Als ich am Morgen aufwache und die Fenster des Dachzelts öffne, erwartet mich eine fabelhafte Aussicht auf die Landschaft ringsum. Das Wetter ist schön und der Stellplatz wird gerade einer meiner liebsten Übernachtungsplätze. Ich verbringe einen gemütlichen Vormittag mit der schönen Aussicht. Ein Spaziergang hoch ins Dorf lohnt sich im Übrigen auch, es ist ein süßes kleines Dorf und es gibt einen Bäcker mit sehr leckeren Dingen.
Besançon:
Mittags fahre ich weiter nach Besançon. Ich kenne die Stadt noch gar nicht, habe aber einen Ausflug hierher empfohlen bekommen und bin sehr gespannt, was mich erwartet. Den Wohnmobilstellplatz zu finden, erweist sich leider nicht als besonders trivial und so mache ich schon mal eine Stadtrundfahrt, bis ich den Parkplatz erreiche.
Das Wetter ist leider eher so halb gut und bis ich loslaufen kann, ist es schon wieder fast dunkel. Ich genieße meinen Stadtrundgang trotzdem und finde den süßen kleinen Weihnachtsmarkt mitten in der Altstadt. Es ist ein kleiner Weihnachtsmarkt, der rund um den Pavillon angelegt ist. Die Stimmung ist sehr schön und familiär.
Nach meinem Stadtspaziergang komme ich wieder am Stellplatz an und entscheide mich dazu, weiter nach Dole zu fahren und dort zu übernachten. Dole wurde mir ebenfalls empfohlen und so geht es für mich an dem Abend noch weiter.
Stellplatz Tipp Wohnmobilstellplatz Dole:
Einen Preis für den schönsten Stellplatz bekommt dieser Platz von mir leider nicht, aber es ist ein sehr großer Parkplatz, auf dem jedes Wohnmobil einen Platz finden wird. Die Zufahrt ist einfach zu finden und er ist größtenteils eben. Die Aussicht auf die Stadt ist von hier unglaublich schön.
Ich erreiche die Stadt recht spät am Abend, mache aber trotzdem noch einen kleinen Spaziergang durch die schmalen Altstadtgassen. Es ist so süß hier, da muss ich am Morgen auf jeden Fall noch mal einen Ausflug in die Stadt machen.
Die Stadt liegt auf einem Hügel, hat eine sehr hübsche Kirche und malerische Gassen. Die Stadt wird von einer Stadtmauer gesäumt, um die ein Fluss entlangführt. Ich finde einen mit Pfeilen auf dem Boden markierten Pfad durch die Stadt. Der kleinen Katze durch die Gassen und zur Quelle unter der Stadt zu folgen, macht echt Spaß.
Dijon:
In Dijon war ich bisher noch nie und ich freue mich ganz besonders darauf. Wie in Metz verteilt sich auch in Dijon der Weihnachtsmarkt auf verschiedene Plätze, die über die Stadt verstreut sind.
Geparkt habe ich hier nördlich der Innenstadt bei der Av Garibaldi. Hier gibt es Parkplätze, die für Camper und kleinere Wohnmobile bis 6 m gut zugänglich sind. Ich darf hier auch länger als 2 Stunden parken und parke trotzdem in Laufweite zur Innenstadt.
Als Erstes erreiche ich so den Place de la République. Einen großen Platz, umgeben von Straßen, auf dem sich die Eislaufbahn und das Riesenrad befinden. Hier ist es sehr trubelig und mich zieht es gleich weiter durch die wunderschönen Straßen zum Place de la Libération. Diesen Platz wollte ich unbedingt sehen. Das geschwungene und hübsch geschmückte Gebäudeensemble rahmt den großen Tannenbaum auf dem Platz wunderbar ein. Ebenfalls am Platz befindet sich das Rathaus, auf dem es in der Vorweihnachtszeit eine Videoprojektion über die Stadt gibt.
Ich spaziere weiter durch die Stadt, vorbei am Place François Rude mit seinem süßen Karussell, bis zum Place Darcy. Hier befindet sich das Haus des Weihnachtsmanns, das man besuchen gehen kann, und eine Reihe süßer Hütten mit allerlei schönen Dingen und leckerem Essen.
Dijon ist jetzt schon eines meiner Highlights auf dieser Reise. Mir macht es so viel Spaß, die Stadt durch das Weihnachtsmarkthopping zu erkunden, dass ich am liebsten gar nicht mehr weiterfahren möchte.
In Dijon auf dem Parkplatz zu übernachten, ist für mich leider keine Option und so mache ich mich schließlich doch auf den Weg und suche mir außerhalb der Stadt einen Stellplatz.
Während ich bei einem späten Abendessen über meine weitere Route nachdenke, merke ich langsam, dass die Zeit doch etwas schneller vergeht, als mir lieb ist. Ursprünglich dachte ich, dass ich nach Dijon weiter nach Lyon fahren könnte, aber direkt am nächsten Tag eine weitere und auch recht große Stadt zu erkunden, die ich bisher nicht kenne, kommt mir doch etwas sportlich vor.
Gleichzeitig überlege ich bereits, wie ich die Weihnachtsfeiertage verbringen möchte. Da ich schon weiß, dass am ersten Weihnachtsfeiertag alles geschlossen haben wird, möchte ich diesen Tag gern in der Natur verbringen. Nach all den Städten, die ich bisher bereits besucht habe, kommt mir diese Abwechslung gerade recht. Mein neuer Plan: Ich überspringe Lyon und fahre gleich bis Montélimar weiter. Von dort aus kann ich dann einen Tagesausflug in die Ardèche Schlucht machen.
Montélimar:
Ich erreiche den Wohnmobilstellplatz in Montélimar am Nachmittag und verbringe hier Heiligabend. Glücklicherweise liegt der kostenlose Stellplatz recht zentral und ich gehe im Supermarkt nebenan einkaufen. Am Abend mache ich einen Spaziergang in die Stadt. Es ist sehr ruhig, alle scheinen mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt und so kann ich einen ganz gemütlichen Stadtbummel durch die süßen Gassen zu den vielen hübsch erleuchteten Plätzen machen, die ich heute Abend im Grunde für mich allein habe.
Stellplatz Tipp Montélimar:
Der kostenlose Wohnmobilstellplatz befindet sich im Grunde mitten in der Stadt, etwas außerhalb der Altstadt, auf einem Areal mit Wiesen und Bäumen. Nebenan gibt es einen Supermarkt und die Altstadt ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Hier sind allerdings nicht alle Plätze eben und im Winter kann es recht matschig sein. Es gibt aber eine recht ordentliche Entsorgungsstation und auch große Mülltonnen.
Ausflug in die Ardèche Schlucht:
Gleich nach dem Frühstück geht es für mich dann auch schon weiter. Die Ardèche Schlucht liegt etwa 40 km südwestlich von Montélimar und ist über verschiedene Wege gut erreichbar.
Ich wähle diesmal eine Route über schmale Straßen, die durch kleine Wäldchen führen und schließlich auf die Straße oberhalb der Schlucht münden.
Der Streckenabschnitt zwischen Saint Martin d’Ardèche und Vallon Pont d’Arc ist sehr gut ausgebaut und wartet mit zahlreichen hübsch gestalteten Aussichtspunkten auf seine Besucher. Als ich vor einigen Jahren das erste Mal diese Tour unternahm, war mein Highlight die verschiedenen Aussichten auf den Felsbogen Le Pont d’Arc. Aber auch die anderen Aussichtspunkte sind wunderschön und an jedem dieser Aussichtspunkte gibt es einige Parkplätze.
Diesmal verbringe ich den Tag damit, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zu fahren. Unterwegs mache ich das eine oder andere Picknick und genieße die verschiedenen Aussichten in die Schlucht. Ab und an treffe ich zwar auf andere Reisende, aber insgesamt ist diese Tour im Winter schon unglaublich ruhig.
Ich schaue mir den Sonnenuntergang über der Schlucht an und fahre dann zurück zum Stellplatz nach Montélimar, denn so langsam wird es für mich leider schon wieder Zeit, zurück in Richtung Norden zu fahren.
Annecy:
Für meine Rückfahrt habe ich mir einen letzten Weihnachtsmarkt übriggelassen. Ich habe so viel über den Weihnachtsmarkt von Annecy gehört, dass ich ihn unbedingt noch anschauen möchte. Annecy ist ein kleiner Ort am nördlichen Ende des gleichnamigen Sees, südlich von Genf, und liegt mitten in den Bergen.
Und genau das ist der Pluspunkt, eben diesen Weg in Richtung Norden zu nehmen. Nachdem ich etwas enttäuscht war, dass ich nicht so weit in den Süden gekommen bin, wie ich gern gefahren wäre, ist ein Ausflug in die Berge ein echter Trost.
Die Fahrt allein ist schon so wunderschön, dass ich es kaum glauben kann und schließlich erreiche ich Annecy am Abend. Es ist zwar bereits dunkel, aber noch früh genug, um den Weihnachtsmarkt zu erkunden. Ich parke am Seeufer in der Nähe der Altstadt und laufe das kurze Stück an der Promenade entlang zu den vielen bunten Lichtern.
Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich über den Quai Napoléon III, dem südlichen Flussufer der Jardins de l’Europe, bis in die Altstadt. Ich verbringe den ganzen Abend damit, die kleinen Gassen und Brücken im Schein der vielen Lichterketten zu erkunden. An allen Ecken leuchtet und funkelt es. Auch hier gibt es an mehreren Fassaden in der Stadt zauberhafte Videoprojektionen zu bestaunen.
Stellplatz Tipp Veyrier du Lac:
Da ich in Annecy keinen Stellplatz finde, fahre ich weiter nach Veyrier du Lac. Hier gibt es oberhalb des Ortes einen Parkplatz mit drei ausgewiesenen Stellplätzen für Wohnmobile. Ich verbringe hier eine ruhige Nacht und habe zu meinem Kaffee am Morgen eine schöne Aussicht über den See.
Rückfahrt:
Mir hat Annecy am Abend so gut gefallen, dass ich am Vormittag einen weiteren Ausflug in die Stadt mache. Bei Tageslicht sehe ich noch etwas mehr von der Altstadt und vor allem von der wunderschönen Lage am See und den umliegenden Bergen.
Danach geht es von Annecy nun in zwei Etappen zurück nach Luxemburg. Ich nutze die Gelegenheit, eine schöne Route durch die Berge des Jura zu nehmen und verbringe den Tag damit, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt zu fahren und die Zeit in den Bergen zu genießen. Die erste Nacht der Rückfahrt verbringe ich noch einmal auf dem Wohnmobilstellplatz in Saulx, bevor es für mich am nächsten Tag an der Mosel entlang nach Rodemack zurückgeht. Ich verbringe meine letzte Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz außerhalb des Ortes. Praktischerweise gibt es hier eine Entsorgungsstation, sodass ich den Camper am Morgen gleich reinigen kann, bevor ich ihn wieder zurück nach Canach bringe.
Der Abschied und mein Fazit:
Um den Camper pünktlich um neun zurückzugeben, musste ich reichlich früh aufstehen. Immerhin stand noch so einiges auf dem Programm. Ich musste wieder alles einpacken, mich fertig machen und zumindest einen Kaffee trinken. Gleichzeitig musste ich den Camper fertig machen, alles aufräumen und putzen, die Toilette säubern, das Abwasser ablassen und natürlich auch noch einmal tanken gehen. Aber das Gute: Ich war so früh unterwegs, dass ich einen fabelhaften Sonnenaufgang erlebte. Die letzte Nacht war die kälteste auf meiner Reise und die erste, nach der ich so richtig Eis kratzen musste. Die Rückgabe selbst verlief ebenso entspannt wie die Übergabe zu Beginn.
Die winterliche Städtetour durch Frankreich zu den Weihnachtsmärkten hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich war froh, ein derart kleines und wendiges Fahrzeug dabei zu haben.
Metz und Nancy finde ich immer wieder schön, aber in diesem Jahr hat mich in Nancy vor allem die Videoprojektion auf dem Rathaus begeistert.
Dijon und Annecy waren für mich eine großartige Überraschung. Ich hatte in beiden Städten super viel Spaß, die hübsch geschmückten Städte und ihre Weihnachtsmärkte anzuschauen. Ich liebe es, die Städte durch das Weihnachtsmarkthopping zu erkunden.